Arbeitsverträge begründen Dauerschuldverhältnisse. Anders als bei einfachen Austauschgeschäften des täglichen Lebens sind die Vertragspartner also auf längere Zeit aneinander gebunden, oft auch ein Stück weit aufeinander angewiesen. Das Gesetz sieht bei solchen Verbindungen sinnvoller Weise besondere Regelungen bezüglich Störungen des Vertragsverhältnisses vor.

 

Der Umstand, dass eine längere Bindung beabsichtigt ist, hat zwangsläufig zur Folge, dass Unstimmigkeiten während der Vertragslaufzeit besonders einschneidende Bedeutung für alle Beteiligten mit sich bringen. Solange als möglich – so meine Erfahrung –, sollte im Rahmen solcher Verbindungen eine Problemlösung gesucht werden, die beiden Seiten eine Fortsetzung der Verbindung ermöglicht.

 

Um so mehr ist zu empfehlen, frühzeitig rechtlichen Rat zu suchen, wenn sich eine nachhaltige Meinungsverschiedenheit abzeichnet. Anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, soll und muss nicht heißen, den endgültigen Streit zu suchen.

 

Das Arbeitsrecht ist gegliedert in den Bereich des individuellen und des kollektiven Arbeitsrechts. Das individuelle Arbeitsrecht betrifft den eigentlichen Vertrag des Arbeitnehmers mit dem Arbeitgeber. Dem kollektiven Arbeitsrecht unterfallen Regelungen, in denen Tarifpartner (Betriebsräte, Gewerkschaften) Einfluss haben.

 

Gekennzeichnet ist das Arbeitsrecht insbesondere durch die Vielzahl von Einzelfallgestaltungen, die es unmöglich machen, ohne detailliertes Eingehen auf den konkreten Sachverhalt eine rechtliche Einschätzung zu treffen. Hinzu kommt, dass oftmals tarifvertragliche Besonderheiten beachtet werden müssen, die andere Regelungen enthalten, als die gesetzlichen Grundvorgaben.

 

Besondere Bedeutung im Bereich des individuellen Arbeitsrechts haben:

Ø      Kündigungen jeder Art

Ø      Versetzungen

Ø  Zeugnisse

Ø  Vergütungsforderungen

 

 

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